
Male ich ein Bild, lasse ich den Dingen freien Lauf.
Je weniger ich mit Vorstellungen an die Arbeit gehe, desto tiefer und ehrlicher wird sie.
Am Anfang steht das Verlangen nach einer bestimmten Farbe.
Während ich mir diese mit Pigmenten und Öl anreibe, versinke ich in die Welt der Imagination.
Meine Hand arbeitet ohne meinen Kopf. Meine Augen beobachten wie die einer Fremden.
Es ist spannend und überraschend, ich erkenne, entdecke und verfolge. Grabe frei, hebe hervor.
Lasse es entstehen und auch wieder vergehen.
Oft wird mir erst viel später, nach der "Geburt des Bildes", bewusst, was mich getrieben hat.
Es entstehen Abbilder des Geistes, die das Innerste, die Gedanken und Gefühle, freigelegen.
Die Oberfläche, die Haut der Täuschung und des Spiels, ist wie abgezogen.
Es sind Figuren mit teilweise feingliedrig und wild gewebten Schichten,
teilweise glatt und ohne Tiefe – ganz, wie ich selbst Gefühle erlebe.
Auch wenn meine Bilder auf den ersten Blick sehr ernsthaft wirken, ist in ihnen immer eine Spur Humor verborgen. Es ist ein "auf etwas deuten" und ein "darüber lächeln" in jedem Bild vereint.